Mitglieder der Fachgruppe Maschinen, Peripheriegeräte und Dienstleister
Aktualisiert: 130109_dh

Bericht des Vorsitzenden Werner Bürli
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«Nur mit den richtigen Leuten am richtigen Ort kann heute eine Firma bestehen»
Ihre Mitgliedfirmen sind entscheidend am Ergebnis von Kunststofferzeug-nissen beteiligt!
Welches sind die wesentlichsten Kundenwünsche bzw. Herausforderungen, mit denen Sie konfrontiert werden?
Mehrere Herausforderungen werden heute an uns herangetragen: Zum einen versuchen unsere Kunden |
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– vor dem Hintergrund sinkender Margen– in höherwertige Absatzsegmente vorzudringen. Damit verbunden sind automatisch auch steigende Anforderungen an den Lieferanten von Investitionsgütern. Stichworte dazu sind beispielsweise Prozessdokumentation oder reinraumtaugliche Anlagen. Der Kunde erwartet von seinem Lieferanten, dass er sich in diesen Belangen auskennt, die Prozesse versteht und ihn entsprechend beraten kann. Schulungsangebote und Service müssen folglich den heutigen Qualitäts-anforderungen entsprechen. Andererseits wird heute vorwiegend projektbezogen investiert. Das heisst: die Unternehmen lösen die Investitionen erst dann aus, wenn der entsprechende Kundenauftrag im Hause ist. Das bedeutet, dass auch komplexe Projekte innert kürzester Zeit durchgezogen werden und beim Lieferanten entsprechende Ressourcen vorhanden sein müssen.
Was ist, wenn die Erfolgssignale auf sich warten lassen?
Erfahrungsgemäss sind Investitions-güter den grössten Schwankungen im Absatz unterworfen. Gerade in Konjunkturflauten ist der Service ein wichtiges Instrument, um die Auslastung zu erhalten, weil dann vielfach kurzfristigere aber kostengünstigere Lösungen gesucht werden. Ältere Maschinen werden umgebaut oder nachgerüstet. Wenn die Kostenstruktur insgesamt schlank ist, stellen solche «Durststrecken» kein Problem dar.
Welchen Nutzen bringt die Internationalität der FAMAP-Firmen den Schweizer KMU?
Unsere Mitglieder haben durch ihre internationalen Kontakte Einblick in viele verschiedene Märkte. Häufig werden die Trends in der Kunststoffverarbeitung ausserhalb der Schweiz gesetzt, zum Beispiel in der deutschen Automobilindustrie. Mit unseren alljährlich technischen Tagungen versuchen wir, diese Trends aufzuspüren und den KMU in der Schweiz weiterzugeben. So haben wir zum Beispiel schon in einer sehr frühen Phase an diesen Tagungen über die Mehrkomponenten-technik informiert. Die in diesem Herbst geplante Tagung über Reinraumtechnik setzt diese Aufgabe fort.
Welche Bedeutung hat der Faktor Mensch Ihrer Meinung nach in der Industrie – trotz immer höherem Automatisierungsgrad?
Die Automatisierung wird auch in der Schweiz noch stark zunehmen. Das ist notwendig, um Arbeitsplätze in unserem Land zu erhalten. Entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens ist aber immer noch der Mensch. Nur mit den richtigen Leuten am richtigen Ort kann heute eine Firma bestehen. Und eines ist nicht zu vergessen: Automatisierungen rationalisieren Produktionsprozesse, aber sie treffen keine Entscheidungen.
Insgesamt werden die Aufgaben immer anspruchsvoller, auch für das Produktionspersonal. Der Arbeitgeber sollte dem – vor allem im Bereich der Personalweiterbildung – Rechnung tragen.

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